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Schulkonzept

Im oberen Auswahlmenü unter dem Unterpunkt “Berufliche Orientierung an der Kopernikusschule” finden Sie weiterführende Informationen zu

  • unserer Berufseinstiegsbegleitung (BerEb)
  • zur Klasse 10 Typ A mit LZP (Langzeitpraktikum)
  • und zum Konzept Betrieb und Schule (BUS).

Außerdem erhalten Sie einen Überblick über verschiedene Konzepte, die grundlegend für unser Schulleben sind.

 

Stillstand ist Rückschritt!

Schulprogramm: Stillstand ist Rückschritt – Ziele und Grundsätze

Die Erkenntnis, mit einer Aufgabe nicht fertig zu werden, hat etwas Schmerzliches, denn wer möchte bei seiner Arbeit nicht irgendwann ein abschließendes Ergebnis vorweisen können? Aber tröstlich ist doch die Idee, dass etwas nicht Fertiges immer auch das Recht hat, besser zu werden!
Schule als Teil einer dynamischen Gesellschaft kann nicht statisch sein – auf dem Weg bleiben ist das Ziel!

Seit dem Schuljahr 2006/07 ist die Kopernikusschule eine erweiterte Ganztagsschule. Die Entscheidung für diesen Schritt war damals nicht leicht. Sie musste aus verschiedenen Gründen schnell gehen und viele Fragen mussten zunächst offen bleiben. Trotzdem haben wir uns auf den Weg gemacht…

Warum Ganztagsschule?

Die NRW-Landesregierung schreibt zum Thema Ganztagsschule:

Ziel ist es, unseren Kindern mehr Bildungschancen zu eröffnen und Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Ganztagsschulen bieten mehr als Unterricht. Zu einem guten Ganztag gehören Arbeitsgemeinschaften, Förder- und Freizeitangebote, Bewegung, Spiel und Sport sowie kulturelle Angebote. In Ganztagsschulen wirken unterschiedliche Professionen zusammen. Ganztag ist der Gegenstand der miteinander abzustimmenden örtlichen Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung. Mit vielen Partnern werden Rahmenvereinbarungen abgeschlossen.

Weitere Informatioen dazu erhalten Sie auf den Internetseiten des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Erweiterte Ganztagsschule - die folgerichtige Weiterentwicklung unseres Schulprofils

Unterschied zwischen den Ganztagsschulen

Erziehungsziele - Was wollen wir erreichen?

  • Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen und lebenstüchtigen Menschen erziehen,
  • sie dazu befähigen, nach Abschluss der Schule eine Ausbildung in einem Beruf zu ergreifen,
  • sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen,
  • ein Leben in Eigenverantwortung und in Harmonie mit anderen zu führen.

Achtsamkeit und Respekt
In unserer Schule achten wir die Persönlichkeit des Einzelnen und verwirklichen in unserem Schulalltag ein respektvolles Miteinander, das geprägt von Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Solidarität ist.

Grenzen der Freiheit
Hierbei sind die Grenzen der freien Entfaltung und Entwicklung der Persönlichkeit dort zu setzen, wo die Belange und berechtigten Ansprüche des Einzelnen in negativer Weise berührt werden.

Selbstverantwortung und Gewaltverzicht
Wir wollen eine Schule ohne Gewalt, in der Teamarbeit und Kooperation ein hohes Maß an Verantwortlichkeit und Leistungsbereitschaft hervorrufen, wobei Fördern und Fordern im Einklang stehen.

Soziale Kompetenzen als Erziehungsziel
Wir können nicht mehr davon ausgehen, dass die Kinder und Jugendlichen, die unsere Schule besuchen, ein Maß an sozialer Kompetenz aus dem Elternhaus mitbringen, das ein konfliktfreies gemeinsames Lernen im Schulalltag ermöglicht. Deshalb verwenden wir einen erheblichen Teil der Lernzeit auf die Ausbildung dieser Softskills.
Unterrichtsmethoden, die diese Kompetenzen neben den Fachinhalten quasi “nebenbei” vermitteln (z.B. in Form von kooperativen Lernarrangements), reichen nicht aus. Daher werden im Laufe der Schulzeit an verschiedenen Stellen Sozialkompetenztrainings durchgeführt. Neben den lehrkräften werden ausgebildete Trainer und die Schulsozialarbeit damit beauftragt.

Bildungs- und Erziehungsauftrag - Versuche einer Annäherung

Priv.-Doz. Dr. Bernd Lederer (Erziehungswissenschaftliches Institut der Universität Innsbruck) beginnt seinen Essay zu dieser Frage so:
Was muss man wissen, können, tun, um als gebildet gelten zu können? Was ist unter Bildung, dem Kapitalbegriff der Pädagogik (…) eigentlich genau zu verstehen? – Schließlich gibt es nur wenige Begrifflichkeiten, die einerseits so überaus präsent und dabei, im Falle entsprechenden Nachfragens und -bohrens, zugleich auch so unbestimmt und vieldeutig sind.
Aber mit Sicherheit ist Bildung mehr als Kenntnisse in Mathe, Deutsche und Englisch und mehr als PISA und VERA ermitteln können. Lernstandserhebungen erfassen den Kenntnisstand in diesen Fächern, aber nicht den Bildungsstand eines Menschen, bestenfalls einen Teilaspekt. Der an der FH Münster tätige Erziehungswissenschaftler Bernward Hoffmann schreibt dazu:
Das Wort Bildung ist heruntergekommen zur Bezeichnung bloßen Formalwissens. Bildung ist dann nicht weit von Einbildung entfernt oder bezeichnet nur das, was gesellschaftliches Nützlichkeitsdenken der Herrschenden gerade für wichtig erachtet.
Uri Peter Trier, Erziehungswissenschaftlicher und Psychoanalytiker, umschreibt Bildung folgendermaßen:
  • Streben nach Wahrheit und Schönheit
  • solidarisches Handeln
  • die eigene Melodie finden und spielen
  • Versöhnung von Eros und Liebe, Bindung und Freiheit
  • Wahlverwandte begleiten
  • Träumen in einer Sprache, die nicht die deine ist
  • sinnerfülltes Arbeiten
  • in dir ein Privatmuseum einrichten: deine Bilder, Lieder und Texte jederzeit nutzen
  • im Leben eine Brücke bauen zwischen Herkunft und Zukunft
  • Neugierde bis zum Ende
Der Theologe Frank Conrads (ehemals Assistent an der Theologischen Fakultät der Uni Heidelberg) meint zum Thema Bildung:
Non scholae sed vitae discimus – nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir. Wohl war – aber was? Bildung geht nicht im Wissen auf. Bildung kann nicht heißen, etwas zu lernen, was gerade gebraucht wird. Es gibt für Bildung kein Recht auf Fremdverwertung: Nicht irgendwelche Wirtschaftsbosse entscheiden, was gerade gelernt wird (…). Was gelernt wird, darf nicht nur berufsfeldspezifisch sein. Es muss lebensdienlich sein. Es muss einen in den Stand versetzen, dass er ein Urteil fällen kann.
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