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KOPERNIKUSSCHULE   Lippstadt

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Soziales Lernen in der Schule

ein Projekt mit der "Initiative für Jugendhilfe" Lippstadt

Bei einem Teil unserer Kinder und Jugendlichen hat sich das Sozialverhalten gewandelt. In zunehmendem Maße gehören Respektlosigkeit sowie verbale und körperliche Gewalt zum Konfliktlösungsrepertoire. Positive Verhaltensweisen, das Erkennen und Einhalten von Grenzen gegenüber Mitschülern und Lehrern werden im Familienverband immer weniger vermittelt. Entsprechend stärker ist die Schule gefordert, bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages darauf zu reagieren. Unterrichtsstörungen stehen oft in direktem Zusammenhang mit den beschriebenen, unerwünschten Verhaltensweisen. Das Aufbrechen dieser Verhaltensmuster ist nach unserer Überzeugung im gewohnten Unterrichtszusammenhang für den Lehrer nur ansatzweise möglich. Mit Unterstützung der Stadt Lippstadt, der Schulleitung, des Kollegiums, der SV der Kopernikus - Hauptschule und der INI wurde das Projekt "Soziales lernen in der Schule" entwickelt, finanziert und seit dem Schuljahr 2001/2002 mit drei Klassen der Jahrgangsstufe 7 durchgeführt. In den folgenden Jahren wurde das Projekt nach Bedarf in anderen Jahrgangstufen weitergeführt. Die vorliegende Projektdokumentation berichtet über die Start-Veranstaltung.

"Als erstes habe ich gedacht, dass es langweilig wird. Ich habe nicht viel vom Projekt gehalten. Ich dachte, dass wir uns nur über Kinderkram unterhalten, aber nach einiger Zeit habe ich mich entschlossen, mal mitzumachen. Es hat mir sehr gefallen. Man konnte z.B. immer seine Meinung sagen..."
 Die Schule gestaltete den organisatorischen Rahmen und gliederte den Stundenplan so, dass eine Doppelstunde der jeweiligen Klasse für das Projekt zugeteilt wurde. Zusätzlich ermöglichte die Schulleitung den jeweiligen Klassenlehrerinnen an diesen Tagen zu hospitieren. Dadurch hatten die Lehrerinnen die Gelegenheit, auf dem Wege der teilnehmenden Beobachtung die Schüler anders als im gewohnten Rahmen zu erleben. Die Schulleitung übernahm die Planung und Durchführung der Finanzierung. Die INI verfügt über das notwendige Methoden- Know-how für ein solches Projekt und erarbeitete ein Konzept für sieben Wochen / zwei Schulstunden pro Woche. Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass es effektiver ist, ein Projekt über eine längere Zeit durchzuführen, da erst durch die Wiederholung der Gespräche über das zentrale Thema eine tatsächliche Veränderung des Verhaltens zu sehen ist.

Projektgruppe

Im Zeitraum von Herbst 2001 bis zum Frühjahr 2002 hat die Kopernikus-Hauptschule in Kooperation mit der Initiative für Jugendhilfe, Bildung und Arbeit e.V. das Projekt Soziales lernen. durchgeführt. Zentrale Ziele hierbei waren, den Schülern Ängste und Handlungsgrenzen bewusst zu machen und mit Hilfe von Rollenspielen und konkreten Übungen neue kreative Antworten auf Konfliktsituationen entdecken zu lassen und die Klassengemeinschaft zu fördern.
Das Projekt wurde in Abstimmung zwischen den Lehrerinnen der siebten Klassen, dem Rektor der Kopernikus-Hauptschule Lippstadt und zwei Mitarbeitern der Initiative für Jugendhilfe, Bildung und Arbeit e.V., Lippstadt entwickelt und durchgeführt. Durch diese enge Kooperation sollte sichergestellt werden, dass die unterschiedlichen Möglichkeiten und Erfahrungen bezüglich Projekte sich ergänzen.