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KOPERNIKUSSCHULE   Lippstadt

erweiterte Ganztagshauptschule

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Unser Schulprogramm und Ganztagskonzept beschreibt Ziele und Grundsätze:

Seit dem Schuljahr 2006/2007 ist die Kopernikusschule eine erweiterte Ganztagsschule im Aufbau. Die Entscheidung für diesen Schritt war nicht leicht, sie musste aus verschiedenen Gründen schnell gehen und viele Fragen mussten zunächst offenbleiben. Trotzdem haben wir uns auf den Weg gemacht...

 

Warum Ganztagsschule?

Die NRW-Landesregierung schreibt zur Ganztagsschule:
"Ziel ist es, unseren Kindern mehr Bildungschancen zu eröffnen und Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Ganztagsschulen (-) bieten mehr als Unterricht. Zu einem guten Ganztag gehören Arbeitsgemeinschaften, Förder- und Freizeitangebote, Bewegung, Spiel und Sport sowie kulturelle Angebote.  In Ganztagsschulen (-) wirken unterschiedliche Professionen zusammen. Neben dem Unterricht gibt es ergänzende Arbeitsgemeinschaften, Förder- und Freizeitangebote. (-) Ganztag ist Gegenstand der miteinander abzustimmenden örtlichen Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung (-). Mit vielen Partnern werden Rahmenvereinbarungen abgeschlossen." 1)
1)
[Link zum Bildungsportal NRW]
 

Ich will mehr zur Praxis wissen:
Ganztags-insider (I) Ganztags-insider (II)

Zur Diskussion gestellt:
Als Schule haben wir einen Bildungs- und Erziehungsauftrag.

Alle reden von Bildung - aber was ist das eigentlich?

 

Bildung ist jedenfalls mehr als Kenntnis in Mathe, Deutsch und Englisch...

Lernstandserhebungen erfassen den Kenntnisstand in diesen Fächern, aber nicht den schwer greifbaren Bildungsstand eines Menschen. Für den Paderborner Erziehungswissenschaftler Bernward Hoffmann ist
"das Wort Bildung (-) heruntergekommen zur Bezeichnung bloßen Formalwissens. Bildung ist dann nicht weit von Einbildung entfernt oder bezeichnet nur das, was gesellschaftliches Nützlichkeitsdenken der Herrschenden gerade für wichtig erachtet."
Der Erziehungswissenschaftler U.P. Trier umschreibt Bildung so:

Bildung ist:

• Streben nach Wahrheit und Schönheit
• Solidarisches Handeln
• die eigene Melodie finden und spielen
• Versöhnung von Eros und Liebe, Bindung und Freiheit
• Wahlverwandte begleiten
• Träumen in einer Sprache, die nicht die deine ist
• sinnerfülltes Arbeiten
• in dir ein Privatmuseum einrichten: deine Bilder, Lieder, Texte – jederzeit zu nutzen
• im Leben eine Brücke bauen zwischen Herkunft u. Zukunft
• Neugierde bis zum Ende

© Uri Peter Trier, (Erziehungswissenschaftler und Psychoanalytiker)

Erweiterte Ganztagsschule - die folgerichtige Weiterentwicklung unseres Schulprofils... 

Ganztagsschule - erweiterte Ganztagsschule - offene Ganztagsschule... was ist der Unterschied?

 

Erweiterte Ganztagsschule (nur Hauptschulen): an 4 Tagen Nachmittagsunterricht verbindlich für alle Schüler bis Klasse 7 (3 Tage ab Klasse 8), an 5 Tagen Mittagsangebot, zusätzlich zum Unterricht gibt es Arbeitsgemeinschaften, die auch von AG-Leitern angeboten werden können, die als freie Mitarbeiter für einzelne AGs beauftragt werden.

 

Ganztagsschule (alle Schulformen der Sek I): an 3 Tagen Nachmittagsunterricht verbindlich für alle Schüler, besondere Förderangebote und Arbeitsgemeinschaften u./o. Profilklassen.

 

Offene Ganztagsschule (nur Grundschule): Betreuungsangebote am Nachmittag für Eltern, die dies wünschen (gegen Elternbeitrag)

 


Was wollen wir erreichen?   Unsere Ziele:

  • Schüler/innen zu selbstständigen und lebenstüchtigen Menschen zu erziehen

  • sie dazu zu befähigen, nach Abschluss der Schule eine Ausbildung in einem Beruf zu ergreifen

  • sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen

  • ein Leben in Eigenverantwortung und in Harmonie mit Anderen zu führen

Achtsamkeit und Respekt

In unserer Schule achten wir die Persönlichkeit des Einzelnen und verwirklichen in unserem Schulalltag ein respektvolles Miteinander, das geprägt ist von Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Solidarität. 

Grenzen der Freiheit

Hierbei sind die Grenzen der freien Entfaltung und Entwicklung der

Persönlichkeit dort zu setzen, wo die Belange und berechtigten Ansprüche

des Einzelnen in negativer Weise berührt werden.

Selbstverantwortung und Gewaltverzicht

Wir wollen eine Schule ohne Gewalt, in der Teamarbeit und Kooperation ein hohes Maß an Verantwortlichkeit und Leistungsbereitschaft hervorrufen, wobei Fördern und Fordern im Einklang stehen.


Leben im Sozialraum: die Kopernikusschule und ihr Umfeld

Integration statt Ausgrenzung. Unsere Schule setzt auf Integration statt Ausgrenzung, wobei wir lernen, dass das Fremde eine Bereicherung sein kann.
Die meisten Schüler unserer Schule kommen aus dem Südteil unserer Stadt.
Die besondere Herausforderung für die pädagogische Arbeit der Kopernikusschule ergibt sich aus folgenden Daten:
Im Schulumfeld leben 18 % der Lippstädter Bevölkerung, aber auch:
  • rd. 30% aller Sozialhilfeempfänger

  • 45% der  Empfänger von Hilfen zur Erziehung 

  • 39% mit einem Migrationshintergrund.

Das Umfeld: 

Lippstädter Süden, überwiegend Arbeiter, wenig Angestellte, wenig Akademiker, sehr viele Arbeitslose, viele Alleinerziehende oder beide Elternteile arbeitend. Der "Wohnpark Süd" - ein ehem. Kasernengelände,  ausgebaut für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen mit hohem Aussiedler- und Ausländeranteil. Dazu kommt ein neu erschlossenes Baugebiet in unmittelbarer Schulnähe. Es kann erwartet werden, dass die an der „Süder Höhe“ aufgewachsene Generation der Spätaussiedler einen Nachholbedarf an neuem und eigenem  Wohnraum hat und sich hier ansiedeln wird. In dem erweiterten Baugebiet können bis zu 270 Wohneinheiten entstehen. Von den rd. 310 Schülerinnen und Schülern haben 43% einen Migrationshintergrund.  Die kulturellen Wurzeln ihrer Familien liegen vorwiegend in Osteuropa mit Schwerpunkt Russland und Kasachstan und im orientalischen Kulturraum. Entsprechend der kulturellen Vielfalt sind auch die Religionszugehörigkeiten und Sprachen.

-Kulturelle Vielfalt:

Kultur wird (u.a.) als Zusammenfassung der Lebensumstände einer bestimmten Volksgruppe oder Region aufgefasst. Diese Lebensumstände prägen die Menschen in ihren Vorstellungen von Erziehung, Bildung und dem Umgang miteinander. Die Erfahrungen dieser Menschen und ihre unterschiedliche Bildung  schaffen unterschiedliche Erwartungen an die Schule. 

-Verlässlichkeit

Die Kopernikusschule will ein Ort mit einer verlässlichen Basis sein, auf der sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte gemeinsam arbeiten können.


zur Schulgeschichte:

Die Kopernikusschule liegt als eine von drei Lippstädter Hauptschulen im Zentrum der "Süder Höhe". Lippstadt gehörte zu den ausgewählten Städten, die 1953 im Rahmen der Landesförderung von Großbauprogrammen berücksichtigt wurden. In diesem Zusammenhang wurde die Großsiedlung als Mustersiedlung im Süden der Stadt konzipiert. Bei diesem „Großbauvorhaben des Schwerpunktprogramms des Landes NRW“ entstand zwischen 1954 bis 1962 die „Schwerpunktsiedlung Süder Höhe“. Die damalige Südschule wurde als 16-klassige Volksschule (Jahrgang 1- 8) gebaut. Nach der Neuordnung des Schulwesens 1970 wurde aus der Südschule die Kopernikusschule (Städtische Gemeinschaftshauptschule Lippstadt). In einem der Gebäudeflügel wurde die  „Grundschule Süd “ eingerichtet. Ursprünglich wies die Bezeichnung „Schwerpunktsiedlung“ auf den Entwicklungsschwerpunkt des Landes NRW hin, in ausgewählten Städten neuen Wohnraum zu schaffen - später wurde in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit daraus ein „sozialer Schwerpunkt“.